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Stadt Schönberg / Altstadt


Der Schönberger Markt
Die Altstdat liegt auf einem Sandsporn, der sich von Südwesten in das umfangreiche Niederungsgebiet der Maurine erstreckt und mit dem "schönen Berg" (8 m über NN) endet. Von dieser Kuppe fällt das Gelände relativ steil nach allen Seiten ab, sodass die Lage den Siedlern des Mittelalters einen gewissen strategischen Schutz, aber auch nur Platz für den Anger und zunächst einen Straßenzug bot. Zu den jüngeren Stadtteilen wurden im 19. und 20. Jhd. Verbindungen durch Dämme und Brücken geschaffen.
Auf dem Stadthügel liegen die Kirche, die im 1. Drittel des 13. Jhd. entstand, und der Markt, der allerdings um 1870 um fast zwei Meter abgetragen wurde. Die Kirche hat für eine Dorfkirche ungewöhnliche Ausmaße, die der Funktion Schönbergs als Bischofssitz geschuldet sind.
Der Marktplatz, in den mit einer Ausnahme alle Straßen der Altstadt münden, ist der alte Dorfanger. Einige Forscher vermuten , dass er im Mittelalter als Umschlagplatz für Waren diente, die auf der Maurine nach Norden verschifft wurden. Seine heutige Bebauung zeigt Häuser von Handwerkern und Gewerbetreibenden, aber auch zwei Bauernstellen mit großen Gebäuden, die bis zur Mitte des 20. Jhd. bewirtschaftet wurden. Das Rathaus wurde nicht als solches errichtet, sondern war ursprünglich ebenfalls ein Bürgerhaus.

Hinterstraße
Hauptstraße des Städtchens ist die August-Bebel-Straße. Die Bebauung stammt aus dem 18. und 19. Jhd.; die meisten Häuser waren einst Arbeits- und Wohnstätten von Handwerkern. Um 1860 hatte Schönberg bei einer Einwohnerzahl von ca. 2500 Personen fast 270 Betriebe von Handwerkern und Gewerbetreibenden, die das Umland mit ihren Produkten und Leistungen versorgten. Auffallend in der Straße ist der hohe Backsteingiebel einer früheren Bauernstelle. An ihrem unteren Ende stand bis ca. 1850 das Siemzer Tor. Die dort einmündende Wallstraße wurde erst nach 1870 bebaut. Schönberg hat nie eine Stadtmauer besessen, aber im Südwesten war der Ort durch Wall und Graben gesichert.
Parallel zur August-Bebel-Straße verläuft die Hinterstraße, wie sie in den meisten mecklenburgischen Kleinstädten vorhanden ist. Sie führt aus der Hauptstraße hinaus und wieder in sie hinein. Die von ihr abgehende Wasserstraße diente einst als Zugang zur Maurine, aus der Trink- und Brauchwasser entnommen wurde. Auch sie wurde erst nach 1870 bebaut.

Von dem Straßenzug An der Kirche ist der stattliche gotische Bau fast umschlossen.
I. Pfarre, Pfarrwitwenhaus, Kantorei und die ehemalige Schule, heute Museum, standen am Rande des Friedhofes, der nach 1824 aufgelassen wurde. In den Markt mündet die Marienstraße. Sie entstand erst nach 1840, als durch Dammschüttung und Brückenbau die "Kunststraße" nach Schwerin angelegt wurde.

Die Fritz-Reuter-Straße war jahrhundertelang der einzige Ausgang nach Süden; das Flüsschen Maurine bildete die Stadtgrenze. Dort war auch das zweite Stadttor, das Sabower Tor. Für schwere Frachten wurde eine nördlich gelegene Furt genutzt, um die Steigung zum Markt zu umgehen. Nach 1870 wurde dieser teilweise abgetragen, um den Steilhang aufzufüllen. Deshalb liegen einige der alten Häuser mit ihren Eingängen unter Straßenniveau.

Die Straße Am Kalten Damm war nach der Schüttung des Dammes im 16. Jhd. die Ausfallstraße in Richtung Lübeck. Sie führte auch zum bischöflichen Schloss, das außerhalb der Altstadt an der heutigen Amtsstraße lag.
Die ganze Schönberger Altstadt besteht aus nicht mehr als sieben Straßen, von denen zwei auch erst nach 1870 bebaut wurden. Mehrere "Wasserstraßen" führten einst auch zum Oberteich, von denen nur die zwischen der Sparkasse und der I. Pfarre (heute Diakonie und Kindergarten) in alter Form erhalten ist.


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